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Erfahren Sie, wie 2N Cybersicherheit als kontinuierliche Disziplin versteht und Zutrittskontrollsysteme durch sichere Authentifizierung, Verschlüsselung und Einhaltung der EU-Datenschutzvorgaben schützt.
Für Anwender ist die Erwartung klar: Geräte, die Wohnungen, Büros und Gemeinschaftsbereiche schützen, dürfen niemals selbst zum Risiko werden. Sie müssen standardmäßig sicher sein, einen transparenten Umgang mit Daten gewährleisten und Datenschutz von Anfang an als elementaren Bestandteil begreifen – nicht als nachträgliche Ergänzung, sondern als grundlegendes Prinzip.
Gerade in der professionellen Zutrittskontrolle, in der Systeme Identitäten, Zugangsdaten, Video Streams und Gebäudetechnik verwalten, ist die Verantwortung noch größer. Cybersicherheit ist längst kein rein technischer Aspekt mehr. Sie ist eine geschäftliche Anforderung, eine Compliance-Vorgabe und letztlich die Grundlage für Vertrauen.
Bei 2N verstehen wir Cybersicherheit als fortlaufenden Prozess – beginnend beim Design, über Produktion, Implementierung und Betrieb bis hin zur langfristigen Wartung und der sicheren Außerbetriebnahme. In diesem Blog zeigen wir, wie wir Cybersicherheit in der Zutrittskontrolle angehen und was „Secure by Design“ in der Praxis bedeutet.
Konnektivität bedeutet Macht – und Verantwortung
Moderne Zutrittskontrollsysteme sind hochgradig vernetzt. Diese Konnektivität ermöglicht Effizienz, Flexibilität und ein besseres Nutzererlebnis. Zutrittskontrollgeräte, einschließlich Türsprechanlagen, sind mit Cloud-Plattformen verbunden. Zutrittsberechtigungen verlagern sich von physischen Karten auf Smartphones. Geräte tauschen in Echtzeit Daten mit anderen Gebäudesystemen aus.Damit vergrößert sich jedoch auch die Angriffsfläche. Für Installateure, Systemintegratoren, Immobilienentwickler und Objektverwalter ist Cybersicherheit längst keine Option mehr. Den Zutritt abzusichern bedeutet heute auch, personenbezogene Daten, die Systemintegrität und den störungsfreien Betrieb zu schützen – und dabei gleichzeitig ständig steigende regulatorische Anforderungen wie NIS2, den EU Data Act und den neuen Cyber Resilience Act zu erfüllen.
Für uns steht fest: Sicherheit muss integriert seinj, nicht nachträglich hinzugefügt werden.
Identität ist die erste Verteidigungslinie
Jedes verlässliche System beginnt damit, zu wissen, wer darauf zugreifen darf – und wie.
Der Zugriff auf die My2N Management Platform ist durch ein starkes Identitäts- und Zugriffsmanagement geschützt, das speziell für professionelle Umgebungen konzipiert wurde. Dazu gehören:
- Strenge Passwort-Richtlinien
- Optional: Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
- Schutz vor Brute-Force-Angriffen
- Sitzungs-Timeout-Steuerung
- Überprüfung neu gewählter Passwörter gegen Datenbanken mit geleakten Passwörtern
- SAML-basiertes Single Sign-On (SSO) für Unternehmen mit zentralem Identitätsmanagement.
Benutzerberechtigungen folgen dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe. Rollen können jederzeit angepasst werden, sodass jeder Nutzer nur auf die Funktionen zugreifen kann, die er für seine Aufgaben benötigt.
Für Unternehmen, die mehrere Standorte oder große Installationen verwalten, minimiert diese Steuerung das Betriebsrisiko und erhöht die Nachvollziehbarkeit.
Verschlüsselung als Standard, nicht als Zusatzfunktion
Datenschutz bedeutet, Informationen in jedem Schritt abzusichern – sowohl während der Übertragung als auch bei der Speicherung.
Sämtliche Kommunikation zwischen Nutzern, Geräten und Cloud-Diensten wird mit modernen TLS-Protokollen (TLS 1.2 und TLS 1.3) verschlüsselt. So sind Vertraulichkeit und Integrität beim Datenaustausch gewährleistet.
Daten, die auf der Plattform gespeichert werden, sind mit von AWS verwalteten kryptografischen Schlüsseln geschützt, die über zentrale Dienste mit strikten Zugriffskontrollen und regelmäßiger Rotation organisiert werden.
Konkret bedeutet das: Sensible Informationen sind in jeder Phase optimal geschützt – unabhängig davon, ob sie zwischen Geräten übertragen oder in der Cloud gespeichert werden.
Transparenter und verantwortungsvoller Umgang mit Daten
Nach EU-Recht müssen professionelle Zutrittskontrollsysteme, wie die von 2N, eindeutig festlegen, wie Daten klassifiziert, verarbeitet, gespeichert und aufbewahrt werden.
Die My2N Management Platform unterscheidet klar zwischen personenbezogenen und nicht-personenbezogenen Daten:
- Personenbezogene Daten – zum Beispiel Zugangsdaten und Identifikatoren – werden gemäß DSGVO und den geltenden Datenschutzbestimmungen verarbeitet.
- Nicht-personenbezogene Betriebsdaten – etwa Telemetrie- oder Leistungskennzahlen – werden aggregiert und anonymisiert, um die Systemüberwachung zu unterstützen und die Produktentwicklung zu verbessern.
Ein entscheidender Punkt: Alle Daten in der My2N Plattform werden auf Servern innerhalb der Europäischen Union gespeichert. Damit unterliegen sie uneingeschränkt dem europäischen Datenschutz- und Sicherheitsrecht. Das bietet sowohl für gewerbliche als auch für Wohnprojekte zusätzliche regulatorische Sicherheit und Klarheit.
Für Entwickler und Immobilienverwalter, die sich im regulatorischen Umfeld bewegen, vereinfacht dieser strukturierte und transparente Ansatz die Einhaltung von Vorgaben und reduziert Unsicherheiten.
Fortschrittliche Videoübertragung ohne biometrisches
Risiko
Innovation in der Zutrittskontrolle muss nicht zulasten der Privatsphäre gehen.
Die Video-Türsprechanlagen von 2N verfügen über adaptives Face Zooming – eine Funktion, die automatisch Gesichter im Kamerabild erkennt und den Zoom entsprechend anpasst, um die Sichtbarkeit für Nutzer zu verbessern.
Wichtig dabei: Es handelt sich nicht um eine Gesichtserkennung. Das Gerät identifiziert keine Personen, speichert keine biometrischen Daten, erstellt keine Gesichtsvorlagen und übermittelt keine Videodaten an Dritte. Es wird ausschließlich in Echtzeit die Anwesenheit eines Gesichts erkannt, um das Videobild zu optimieren.
Dieser Ansatz verbessert das Nutzererlebnis, ohne sensible biometrische Informationen zu erfassen oder zu speichern – und unterstützt damit die DSGVO-konformen Designprinzipien.
Sichere Softwareentwicklung als Standard
Cybersecurity betrifft nicht nur die Plattform-Infrastruktur, sondern insbesondere auch die Art und Weise, wie Software konzipiert und entwickelt wird.
Alle My2N-Softwarelösungen werden nach dem ASDM, Axis Security Development Model, entwickelt, das im gesamten Forschungs- und Entwicklungsbereich von 2N angewendet wird.
Sicherheit ist in jeder Phase fest verankert, von der Architekturplanung über die Bereitstellung bis hin zur langfristigen Wartung.
Jede neue Funktion durchläuft:
- Sicherheitsüberprüfungen
- Code-Analysen
- Automatisierte Tests
- Kontinuierliches Schwachstellen-Scanning
- Abhängigkeitsüberwachung
Bei Verbesserungen oder der Einführung neuer Funktionen in My2N ermöglicht die Microservice-Architektur gezielte Updates einzelner Dienste. Dadurch werden kontrollierte Rollouts ermöglicht, Ausfallzeiten minimiert und die Systemstabilität gewährleistet.
Darüber hinaus betreibt 2N ein umfassend implementiertes Information Security Management System (ISMS) und ist nach ISO 27001:2023 zertifiziert. Diese Zertifizierung belegt, dass unsere Sicherheitsprozesse unabhängig geprüft und an international anerkannte Best Practices angelehnt sind. So können wir Innovationen zügig bereitstellen und dennoch langfristige Widerstandsfähigkeit gewährleisten.
Verifizierte Geräte, kontrollierte Kommunikation
Geräte, die mit der My2N-Managementplattform kommunizieren, müssen ihre Identität nachweisen, bevor sie teilnehmen dürfen. Hierfür kommt ein speziell entwickeltes Protokoll zum Einsatz, das sichere, zuverlässige und latenzarme Abläufe gewährleistet.
Während des Onboardings werden die Geräte authentifiziert und richten mithilfe ausgetauschter Zertifikate verschlüsselte TLS-Sitzungen ein, noch bevor Daten übertragen werden.
Nur verifizierte Geräte können innerhalb der Umgebung einer Organisation betrieben werden.
Dieses Modell der kontrollierten Kommunikation minimiert das Risiko unbefugter Gerätezugriffe und schützt die Systemintegrität auch bei verteilten Installationen.
Für den realen Einsatz konzipiert
Sicherheit muss robust und zugleich praxistauglich sein.
My2N-Services sind so ausgelegt, dass keine aufwendigen Änderungen an der Netzwerkkonfiguration erforderlich sind.
Detaillierte technische Dokumentationen definieren die benötigten Domains, Ports und Protokolle – einschließlich sicherem HTTPS, SIP-TLS und verschlüsseltem RTP-Datenverkehr.
Für technische Teams vereinfacht dieses ausgewogene Verhältnis von Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit sowohl die Installation als auch den laufenden Betrieb.
Geteilte Verantwortung
Cybersecurity in modernen Gebäuden ist eine gemeinsame Verantwortung.
Hersteller müssen sichere Produkte entwickeln. Installateure sind verpflichtet, diese korrekt zu installieren und regelmäßig zu aktualisieren. Immobilienverwalter müssen den Zugang kontrollieren und für eine verlässliche Verwaltung sorgen.
Für uns bei 2N steht fest: Starke Cybersecurity schafft mehr als nur sichere Systeme – sie schafft Vertrauen.
Indem wir sichere Authentifizierung, verschlüsselte Kommunikation, strukturierte Entwicklungsprozesse und einen transparenten Umgang mit Daten fest in unsere Plattformen integrieren, unterstützen wir Fachleute, die Zuverlässigkeit, Compliance und langfristige Stabilität erwarten.
Denn im Bereich Zutrittskontrolle ist der Schutz der Tür nur ein Teil der Aufgabe.
Mindestens genauso wichtig ist der Schutz der dahinterliegenden Daten.
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